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Foto: Saisonende

04.02.2021 Neuss-Grevenbroicher Zeitung von Jens Rustemeier

Für die besten Tischtennis-Teams im Rhein-Kreis Neuss ist die Saison beendet. 

 

Das Präsidium des Deutschen Tischtennis-Bundes hat beschlossen, den Mannschaftsbetrieb in den 2. und 3. Bundesligen sowie den Regional- und Oberligen der Damen und Herren wegen der anhaltenden Corona-Pandemie abzubrechen.In einer Presseerklärung des DTTB heißt es dazu: „Die Spielzeit 2020/21 wird in diesen Ligen für ungültig erklärt und damit so behandelt, als hätte sie nicht stattgefunden.“ Der DTTB nannte für den Abbruch mehrere Gründe: Gesundheit der Aktiven und Offiziellen, unklares weiteres Vorgehen im Bundesgebiet, Verfügbarkeit der Hallen, Chancengleichheit und Planungssicherheit für die kommende Saison. Außer den Damen der DJK Holzbüttgen in der 3. Liga sind von dem Beschluss zunächst auch Herren-Regionalligist TG Neuss, die Zweitvertretung der DJK Holzbüttgen in der Damen-Regionalliga und die Kaarster Oberliga-Herren betroffen.

 

In dem Beschluss ist auch geregelt, wie die Saison gewertet wird: „Für die Spielklassen von den 2. Bundesligen bis Oberligen gibt es nach dem Präsidiums-Beschluss in der Spielzeit 2020/21 weder eine Abschlusstabelle noch Auf- und Absteiger. In der kommenden Saison können die Mannschaften unabhängig von ihrer aktuellen Platzierung wieder in derselben Spielklasse antreten.“ Damit können die Herren der DJK Holzbüttgen aufatmen. Kapitän Alex Lübke hatte zuvor befürchtet, dass sein Team, das sich auf dem vorletzten Platz befand, bei einem Saisonabbruch absteigen müsste. Die Regionalliga-Herren der TG Neuss dürfen zumindest die „Phantom-Meisterschaft“ feiern. Die Quirinusstädter führten zum Zeitpunkt des Abbruchs die Tabelle an. Offen ist noch, wie es auf Verbandsebene mit den Bezirken und Kreisen weitergeht. Der Westdeutsche Tischtennis-Verband hatte jüngst die Fortsetzung der Saison geplant und alle Spieltage im März auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

 

Betroffen von den Maßnahmen und Plänen des DTTB ist auch der Herren-Regionalligist TG Neuss. Für Kapitän Tom Heiße war es ziemlich vorhersehbar, dass im Februar nicht gespielt wird. Er hofft jetzt auf eine Entspannung der Situation. „Ich hoffe, dass bis vielleicht bis Mitte, Ende März die Zahlensoweit sind, dass es wieder runter geht und finde die Idee von Blockspieltagen ganz gut.“ Die Probleme, die sich dadurch ergeben könnten hat er aber auch im Blick: „Es wird glaube ich schwierig, jemanden zu finden, der das Ganze ausrichten möchte, da man sich als Ausrichter einem besonderen Risiko aussetzt. Wenn man mit vier Mannschaften in einer Halle ist plus Schiedsrichter und Betreuer, dann braucht es gute Testkapazitäten.“

 

Auch die Regionalliga-Damen der DJK Holzbüttgen machen sich über eine mögliche Fortsetzung der Saison Gedanken: „Ich hätte erwartet, dass die Saison bereits für einen längeren Zeitraum unterbrochen wird. Die Überlegung mit den Blockspieltagen halte ich persönlich eher für kontraproduktiv, da dies ja beinhaltet, dass deutlich mehr Personen an einem Ort sind, was ja eigentlich verhindert werden soll. Aus jetziger Sicht halte ich es für absolut unrealistisch“, sagt DJK-Kapitänin Sandra Förster.

 

Der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) hat sich einer E-Mail über den Fortgang der laufenden Saison für seine Spielklassen (NRW-Liga abwärts) bereits mit dem Szenario des Saisonabbruchs beschäftigt. „Wenn die Durchführung der einfachen Runde nicht vollständig gelingt, werden wir die Spielzeit 2020/21 für ungültig erklären. Die Entscheidung darüber fällt jedoch frühestens im März“, heißt es dort.

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