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Foto: Wie geht es weiter?

04.02.2021 Neuss-Grevenbroicher Zeitung von Jens Rustemeier

 Auch im Tischtennis wird nach Lösungen gesucht, um die Saison trotz Corona zu Ende zu bringen. Eine Vorschlag des DTTB beurteilen die heimischen Vereine ab der Oberliga unterschiedlich.

 

Kürzlich hat das Präsidium des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) entschieden, dass der Spielbetrieb von den 2. Bundesligen bis zu den Oberligen wegen der angespannten Corona-Lage weiter unterbrochen bleibt. Demnach ist der Spielbetrieb mindestens bis Ende Februar ausgesetzt. Die Idee, die Saison im Anschluss noch durch Blockspieltage zu retten, stößt bei den betroffenen Teams im Rhein-Kreis Neuss auf unterschiedliche Reaktionen.

 

Jana Vollmert vom Damen-Drittligist DJK Holzbüttgen hält von den DTTB-Plänen nicht viel: „Es wird immer appelliert, zu Hause zu bleiben. Dann finde ich es nicht richtig, solche Blockveranstaltungen auszutragen. Es sollte nicht versucht werden, auf Teufel komm raus etwas zu retten. Die Saison sollte abgesagt werden.“ Zudem geht sie davon aus, dass der „Lockdown“ noch einmal verlängert wird: „Wir haben alle jetzt seit November keinen Schläger mehr in der Hand gehabt. Bis zu den angesetzten Blockspieltagen hätten wir wahrscheinlich noch nicht einmal einen Monat Zeit zu trainieren. Ich würde lieber im Sommer eine gute Saisonvorbereitung haben und dann ab August, September wieder starten.“ Auch Lisa Scherring ist skeptisch. Grundsätzlich findet sie es aber sinnvoll, dass sich der DTTB eine Frist gesetzt hat und bis zum 8. März entscheiden will, ob es überhaupt mit der Saison weitergeht.

 

Bei den Holzbüttgener Herren wird die Situation völlig anders bewertet. Die Kaarster stehen derzeit auf dem vorletzten Platz der Oberliga-Tabelle und müssten absteigen, wenn die Saison nicht fortgesetzt würde. „Für uns wäre der Spielabbruch eine Vollkatastrophe, weil wir gegen einige schwächer einzuschätzende Mannschaften noch nicht gespielt haben“, meint Kapitän Alex Lübke, der davon ausgeht, dass die Kaarster einen deutlich besseren Platz erzielen würden, wenn die Hinrunde zu Ende gespielt wird. „Wir hoffen, dass die Saison zumindest mit der Einfachrunde zu Ende gespielt wird. Deswegen begrüßen wir die Blockspieltage.“

 

Betroffen von den Maßnahmen und Plänen des DTTB ist auch der Herren-Regionalligist TG Neuss. Für Kapitän Tom Heiße war es ziemlich vorhersehbar, dass im Februar nicht gespielt wird. Er hofft jetzt auf eine Entspannung der Situation. „Ich hoffe, dass bis vielleicht bis Mitte, Ende März die Zahlensoweit sind, dass es wieder runter geht und finde die Idee von Blockspieltagen ganz gut.“ Die Probleme, die sich dadurch ergeben könnten hat er aber auch im Blick: „Es wird glaube ich schwierig, jemanden zu finden, der das Ganze ausrichten möchte, da man sich als Ausrichter einem besonderen Risiko aussetzt. Wenn man mit vier Mannschaften in einer Halle ist plus Schiedsrichter und Betreuer, dann braucht es gute Testkapazitäten.“

 

Auch die Regionalliga-Damen der DJK Holzbüttgen machen sich über eine mögliche Fortsetzung der Saison Gedanken: „Ich hätte erwartet, dass die Saison bereits für einen längeren Zeitraum unterbrochen wird. Die Überlegung mit den Blockspieltagen halte ich persönlich eher für kontraproduktiv, da dies ja beinhaltet, dass deutlich mehr Personen an einem Ort sind, was ja eigentlich verhindert werden soll. Aus jetziger Sicht halte ich es für absolut unrealistisch“, sagt DJK-Kapitänin Sandra Förster.

 

Der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) hat sich einer E-Mail über den Fortgang der laufenden Saison für seine Spielklassen (NRW-Liga abwärts) bereits mit dem Szenario des Saisonabbruchs beschäftigt. „Wenn die Durchführung der einfachen Runde nicht vollständig gelingt, werden wir die Spielzeit 2020/21 für ungültig erklären. Die Entscheidung darüber fällt jedoch frühestens im März“, heißt es dort.

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