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Foto: Meister TG Neuss

16.08.2018 TG-Aktuell

Viel Erfahrung und ein großes Talent verstärken das Team: Bernd Ahrens und Tom Mykietyn setzen sich hohe Ziele.

Nach zwei vergeblichen Anläufen hat es nun doch geklappt. Die TG Neuss hat die Oberligameisterschaft und den ersehn­ten Aufstieg in die Regio­nalliga unter Dach und Fach gebracht.

Der verdiente Lohn für eine souveräne Saison­leistung mit lediglich einem Verlustpunkt. Die Mannschaft um Mannschaftskapitän Bernd Forelle profitierte dabei von einem großen und spielstarken Kader, mit dem sich Ausfälle, sei es aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen, kompensieren ließen. Die exzellenten Neuzugänge Illia Barbolin und Jochen Lang hatten das TG-Team zu Saisonbeginn entscheidend verstärkt.

 

Neue Liga, neue Anforderungen

Die Regionalliga West ist für die TG „Neuland“. Zumindest in ihrer derzeitigen Zusammensetzung. Bereits in den Jahren 2007 und 2012 gelang der Sprung in Regionalliga. Seinerzeit war diese noch die höchste Spielklasse im Westdeutschen Tischtennisverband und den Verbleib in der Liga konnte die TG beide Male nicht sichern.

Heute firmiert sowohl die Oberliga als auch die Regionalliga unter dem Dach des Deutschen Tischtennisbundes und wurde durch die Verknappung der Staffeln in den vergangenen Jahren auf ein wesentlich höheres sportliches Niveau angehoben. Die Regionalliga West ist nicht mehr nur auf das Einzugsgebiet Nordrhein-Westfalen beschränkt, sondern wurde um den Landesverband Hessen erweitert. Neben den gestiegenen sportlichen Ansprüchen bedeutet das für das Neusser Team auch die eine oder andere weitere Anreise zu Auswärtsspielen. Gerade in diesem Punkt ist man in den vergangenen Spielzeiten verwöhnt worden, da bis auf ein Team alle Mann­schaften an Rhein und Ruhr beheimatet waren.

 

Die Regionalliga West

Ein Rest „Straßenbahnliga“ bleibt aber doch noch erhalten. Mit dem Regional­ligameister TTC Champions Düsseldorf und dem ASV Einigkeit Süchteln sind zwei Vereine am Start, deren Heimspiel­stätte man unter 30 Minuten Anfahrts­zeit erreichen kann. Die übrigen NRW-Teams TTC Altena, TTC Schwalbe Bergneustadt und Mitaufsteiger TTC Rot-Gold Porz erfordern ebenfalls keine volle Tankfüllung für einen Ausflug in die Fremde.

Bei den Vertretern aus Hessen sieht das etwas anders aus, hat dafür allerdings einen besonderen Reiz. Denn das Salz in jeder Aufstiegs­suppe sind die neuen Teams und unbekannten Spielstätten die einen Aufsteiger in der neuen Liga erwarten. Mit dem TTV Stadtallendorf, TG 1860 Obertshausen, VfR Fehlheim und dem TTC Seligenstadt wird es die ersten Begegnungen überhaupt geben. Die Mischung aus „Alte Bekannte“ wiedersehen und neue Teams kennenlernen ist wenige Wochen vor Saison­start im TG-Lager spürbar. Vorfreude und Spannung nehmen mit jedem Trainings­tag zu.

 

Wer landet wo?

Eines ist jedenfalls gewiss. Die Leis­tungs­dichte in der Regionalliga West ist ungleich größer als in der letztjährigen Oberliga West. Ein eklatantes Leis­tungs­gefälle ist nach der Veröffent­lichung der Mann­schafts­aufstellungen nicht auszumachen. Gut für die Spieler, noch besser für die Zuschauer. Anstatt zwei bis drei Begegnungen auf Augen­höhe pro Halbserie können wir uns ab sofort an jedem Spieltag auf hochklassiges Regional­liga­tischtennis mit vielen Span­nungsmomenten freuen. Betrachtet man das Leis­tungsvermögen der zehn Regional­ligisten streng nach den Ranglisten­punkten der gemeldeten Spieler, dann ergibt sich folgendes Bild: Unumstrittener Anwärter auf die Meis­ter­schaft ist der aktuelle Titelträger Champions Düsseldorf. Dahinter befinden sich TTC Schwalbe Bergneu­stadt II, VfR Fehlheim, TTC Rot-Gold Porz, TTC Altena und unser TG-­Team in der Verfolgerrolle. Um den Klassen­erhalt wetteifern die Teams aus Süchteln, Stadtallendorf, Seligen­stadt und Obertshausen.

Dass dies so einfach nicht ist, liegt in der Natur des Sports. Denn entscheidend ist immer noch am Tisch. Das ist äußerst beruhigend, schließlich lebt der Sport von Unwägbar­keit, Überraschung oder gar Sensation. Wer wettkampfmäßig Sport treibt, kennt diese Situatio­nen aus eigener Erfahrung und weiß, dass sich gesetzte Ziele während eines Spieljahres positiv oder negativ verändern können. Hier ein grippaler Infekt, da eine Handverletz­ung oder der Beruf erfordert am Spieltag deinen vollen Einsatz. Dagegen können auch positive Entwicklungen eintreten, wie die nicht seltene Leistungsexplosion bei Nach­wuchs­spielern, oder die wiedergewonnene Doppelstärke in spielentscheidenden Momenten. Allesamt Ereignisse während einer langen Saison, die das Klassement zuweilen durcheinanderwirbeln können und eine Prognose vor Saisonbeginn ad absurdum führen können.

Allerdings macht ein Blick in die Glas­kugel enorm viel Spaß und tut auch keinem weh. Gehen wir mal von Labor­bedingungen aus. Also das ein eventueller Krankenstand gerecht auf die Mannschaften verteilt wird, die Chefs ihre Liebe für den Sport entdecken und auch sonst keiner bevor- oder benachteiligt wird, dann könnte die Saison folgenden Verlauf nehmen:

 

Die Teams im Kurzporträt


logo suechteln 01ASV Einigkeit Süchteln

QTTR Team: 2133

Letzte Saison: 6. Regionalliga West

Zugänge: Balázs Hutter, SV Brackwede

Abgänge: keine

Letztes Spiel gegen die TG: 2015 TG Neuss - ASV Einigkeit Süchteln 5:9

Den ASV Einigkeit Süchteln kann man getrost als „Urgestein“ der reformierten Regionalliga West bezeichnen. Schließlich ist man seit der Premieren­saison 2015 ununterbrochen mit dabei, was den ASV zum alleinigen Rekordteilnehmer dieser Spielklasse macht. Mit den bisherigen Platzier­ungen fünf, drei und sechs unterstreichen die Süch­telner, dass sie sich in der Liga wohlfühlen. Das Team um Spitzen­spieler Daniel Halcour spielt seit vielen Jahren in fast identischer Besetzung, was für einen stark ausgeprägten Teamgeist spricht. Mit „Rückkehrer“ Balász Hutter hat der ASV seinen ohnehin kompakten Kader weiter verstärkt.

Tipp: Teamspirit schlägt Ranglisten­wert! Der ASV Süchteln sollte auch in der kom­­menden Saison durch Be­­stän­­­digkeit trumpfen. Rang 5-7 ist machbar.


logo altena 01
TTC Altena

QTTR Team: 2148

Letzte Saison: 2. Regionalliga West

Zugänge: Lukas Bosbach, TTC Post Hiltrup, Teodor Yoranov, Tobias Slanina beide TTC Vernich

Abgänge: Florian Buch, SC Marklohe, Ara Karakulak, TTV 1951/66 Stadtallendorf

Letztes Spiel gegen die TG: 2017 TTC Altena - TG Neuss 9:4

Mit den Abgängen von Florian Buch und Ara Karakulak hat der aktuelle Vizemeister TTC Altena den Verlust seines oberen Paarkreuzes zu verkraften. Die entstandene Lücke wird durch Neu­­­zugang Teodor Yordanov und Krzysztof Wloczko geschlossen. Der ehemalige Bundesligaakteur Yordanov gehört seit Jahren zu den heraus­ragenden Akteuren der Regionalliga. Wloczko empfahl sich durch seine überzeugende Leistung an Position 3 für höhere Aufgaben. Primäres Ziel der Burgstädter ist es allerdings die Mannschaft mit jungen, talentierten Nachwuchsspielern zukunftsfähig zu machen.

Den Neuzugängen Lukas Bosbach (Westdeutscher Vizemeister Jugend) und Tobias Slanina (Westdeutscher Schülermeister) ist das allemal zuzutrauen. Der Westdeutsche Jugend­meister von 2017 Nils Maiworm war bereits in der vergangenen Spielzeit für den TTC aktiv. Im Windschatten von Spielertrainer Yordanov ist ein weiterer Leistungs­schub der Youngster möglich.

Tipp: Je schneller der Umbruch ge­lingt, umso besser wird das Endergebnis ausfallen. Altena läuft auf Platz 2-5 ein.


logo porz 01
TTC Rot-Gold Porz

QTTR Team: 2154

Letzte Saison: 2. Oberliga West (Aufsteiger)

Zugänge: Felix Kleeberg, SC Wewer, Rahmou Abdelrahman, Ägypten

Abgänge: keine

Letztes Spiel gegen die TG: 2019 TTC Rot-Gold Porz - TG Neuss 7:9

Ein schnelles Wiedersehen macht Freude! Mitaufsteiger TTC Rot-Gold Porz hat die direkte Rückkehr in die Regionalliga über den Umweg Auf­stiegsrunde dann doch noch geschafft. Nach dem Rückzug des TTC Vernich aus der Regionalliga wurde der vakante Platz zwischen den Oberligazweiten aus NRW und Hessen ausgespielt. Hier ließen die Rotgoldenen dem SVH 1945 Kassel nicht den Hauch einer Chance (9:2). In der kommenden Saison will man den Fahrstuhl verlassen und sich in der Liga festsetzen. Mit den Neu­zu­gängen Felix Kleeberg und Rahmou Abdelrahman hat der TTC seinen ohnehin regionalligatauglichen Kader weiter verstärkt.

Tipp: In Porz wird es keine schlaflosen Nächte geben. Der Abstieg ist kein Thema, die Meisterschaft auch nicht.


logo bergneustadt 01
TTC Schwalbe Bergneustadt II

QTTR Team: 2161

Letzte Saison: 5. Regionalliga West

Zugänge: Lei Yang, SV Brackwede

Abgänge: keine

Letztes Spiel gegen die TG: 2009 TTC Schw. Bergneustadt II - TG Neuss 1:9

Die Reserve des Bundesligisten TTC Schwalbe Bergneustadt geht mit einer großen Portion, zum Teil internationaler Erfahrung in die Saison. Prominentester Akteur ist zweifelsohne Vladislav Broda. 1979 wurde er durch einen Finalsieg gegen keinen Gering­eren als Jan-Ove Waldner Europa­meister der Schüler. 1994 errang er die Deutsche Meisterschaft im Einzel.

Verstärkung bekommen die Ober­bergischen vom SV Brackwede. Mit Lei Yang konnte man einen der Top­akteure der 3. Bundesliga gewinnen (18:8-Siege). Er komplettiert das bärenstarke obere Paarkreuz, dass von Peter Sereda angeführt wird. Die jüngeren Jahr­gänge, mit Kevin Eggers und Frederik Duda komplettieren das Team.

Tipp: Bergneustadt gehört zu den Topteams der Liga und wird sich auf den Plätzen unmittelbar hinter Primus TTC Champions Düsseldorf einreihen.


logo champions 01
TTC Champions Düsseldorf

QTTR Team: 2231

Letzte Saison: 1. Regionalliga West (Aufstiegsverzicht)

Zugänge: Roko Tosic, SV Salamander Kornwestheim

Abgänge: keine

Letztes Spiel gegen die TG: 2017 TG Neuss - TTC Champions Düsseldorf 9:7

Der Meister von 2018 ist auch der Topkandidat für die kommende Spiel­zeit, denn trotz der souverän herausgespielten Meisterschaft haben die Champions aus Düsseldorf die Regio­nal­­liga West scheinbar richtig in ihr Herz geschlossen und verzichteten auf den Aufstieg. Für den ohnehin exquisit besetzten Kader haben sich die Lan­des­­hauptstädter noch ein weiteres Sahnehäubchen gegönnt.

Vom Regionalligameister Südwest, SV Salamander Kornwest­heim, wechselt Roko Tosic an den Rhein. Hinter dem ehemaligen Europameister Evgueni Chtchetinine wird er das obere Paar­kreuz zum Bollwerk ausbauen. Da kein Spieler die Düsseldorfer verlassen hat, kann man zudem mit den an Position 1 bis 7 gemeldeten Akteuren ohne Quali­tätsverlust rotieren.

Tipp: Am TTC Champions Düsseldorf geht in der kommenden Saison kein Weg vorbei! Alles andere als die erneute Meis­­ter­schaft wäre eine herbe Enttäuschung.


logo stadtallendorf 01
TTV 1951/66 Stadtallendorf

QTTR Team: 2127

Letzte Saison: 4. Regionalliga West

Zugänge: Ara Karakulak, TTC Altena

Abgänge: Marco Grohmann, TSV Allendorf

Letztes Spiel gegen die TG: bislang noch keine Begegnung

Der TTV 1951/66 Stadtallendorf stellte in der letzten Saison mit Rang 4 das spielstärkste Regionalligateam aus dem Landesverband Hessen. Dabei gelang dem TTV das in diesen Zeiten ungewöhnliche Kunststück, an den Positionen 1-5 in allen Spielen mit identischer Aufstellung anzutreten. Diese Kontinuität hat mit hoher Wahrscheinlichkeit den einen oder anderen Extrapunkt zum erfolgreichen Abschneiden beigesteuert.

Die entstandene Lücke, die die letztjährige Nummer 2, Marco Grohmann (10:23-Bilanz) hinterlässt, wird man mit der Verpflichtung von Ara Kara­kulak (17:18), vom Ligarivalen TTC Altena mehr als adäquat schließen können. Hinter dem unumstrittenen Spitzenspieler Patryk Jendrzejewski (25:11), ist beim TTV Ausgeglichen­heit angesagt.

Tipp: Da die „sportlichen Trauben“ in der Regionalliga West in der kommenden Spielzeit höher hängen, wird der TTV weiterhin auf den Trumpf „Best­formation“ setzen müssen, um einen Platz im Mittelfeld zu ergattern.


logo obertshausen 01
TG 1860 Obertshausen

QTTR Team: 2105

Letzte Saison: 1. Oberliga Hessen (Aufsteiger)

Zugänge: Philipp Hoffmann, TTC Holzhausen

Abgänge: Lovre Dragicevic, Eintracht Frankfurt

Letztes Spiel gegen die TG: bislang noch keine Begegnun

Die TG 1860 Obertshausen schlägt nach einjähriger Abstinenz wieder in der Regionalliga auf. Den Abgang von Lovre Dragicevic (Nummer 6), der sich Richtung Eintracht Frankfurt veränderte, wird Neuzugang Philipp Hoff­mann auffangen. In der Regionalliga Süd erzielte Hoffmann in der abgelaufenen Saison eine Bilanz von 9:19 im oberen Paarkreuz. Er kommt an Posi­tion 3 zum Einsatz. Ansonsten vertraut die TGO auf sein Aufstiegsteam.

Tipp: Mit dem ersten Spieltag beginnt für Obertshausen der Kampf um den Klassenerhalt. Nur wenn man in den Begegnungen gegen die direkten Kontrahenten am Limit spielt, wird es zum Verbleib in der Liga reichen.


logo seligenstadt 01
TTC Seligenstadt

QTTR Team: 2113

Letzte Saison: 10. 3. Bundesliga Nord (Absteiger)

Zugänge: Tobias Beck, Matthias Kemmler, beide DJK Blau-Weiss Münster, Marcus Tremmel, Spvgg 1928 Groß-Umstadt, Adam Brat, Slowakei, Mudit Dani, Indien

Abgänge: Jannik Xu, TuS Celle, Sven Müller-Wirth, TTF Frankenthal

Letztes Spiel gegen die TG: bislang noch keine Begegnung

Nach dem Abstieg aus der 3. Bundes­liga gab es beim TTC Seligenstadt das große Stühlerücken, um eine schlagkräftige Regionalligamann­schaft an den Start zu bringen. Lediglich Seyed Pourya Omrani und Alexander Krenz blieben dem TTC treu.

Dafür können die Mainstädter gleich fünf Neuzugänge vermelden, die den freien Fall verhindern sollen. Für die Spitzenposition konnte man den 19-jährigen Adam Brat gewinnen, der zum erweiterten slowakischen Natio­nalkader gehört. Der ehemalige Frauen­­­bundestrainer Tobias Beck gehört ebenfalls dem neuen Team an. Insgesamt muss man den Seligen­städter Neustart unter „Positive Ent­wicklung“ verbuchen, drohte doch bis vor wenigen Wochen noch der Rückzug in die Hessenliga.

Tipp: Trotz der Runderneuerung des Kaders stehen die Seligenstädter vor einer schweren Spielzeit. Es muss schon vieles zusammenpassen, um einem weiteren Abstieg zu entgehen.


logo fehlheim 01
VfR Fehlheim

QTTR Team: 2157

Letzte Saison: 7. Regionalliga West

Zugänge: Benjamin Bator, TG Wallertheim, Alexey Tronin, TTC RöhnSprudel Maberzell, Timo Freund, TTC Heppenheim

Abgänge: Jens Kurkowski, TTC Eintracht Pfungstadt

Letztes Spiel gegen die TG: bislang noch keine Begegnung

Auch beim VfR Fehlheim gab es im Sommer einen größeren Umbruch. Die Mannschaft, die nach dem letztjährigen Aufstieg die Mission Klas­sen­­erhalt mit Bravour gemeistert hatte, wurde gleich an drei Posi­tionen verstärkt, sodass man jetzt höhere Ziele anvisieren kann.

Vom Oberligameister Südwest wechselte Spitzenspieler Benjamin Bator (27:7-Siege) zum VfR. Ihm folgten Alexey Tronin (29:1-Siege) vom TTC Rhön­Sprudel Fulda-Maberzell III und Timo Freund, der beim Hessenligisten TTC Heppenheim ein Ergebnis von 26:9 an Position 1 erspielte.

In Fehlheim kann man aber nicht nur Regional­liga. Die Jugendarbeit feiert hier traditionell große Erfolge. So erspielte sich erst im Juni die Jungenmann­schaft den 3. Platz bei den Deu­tschen Meisterschaften. 2006 holten die VfR-Mädchen sogar den Titel. Die Qualitätsarbeit im Nachwuchs­be­reich hat in der Tisch­tennis­­­szene mittlerweile einen klangvollen Namen, der talentierte Spieler von weit her anlockt. Der durch seine interessanten Neusser Auftritte nicht unbekannte Kirill Fadeev (Ex-­BVB), schloss sich mit einer Spielbe­rech­tigung für Einzelwettbewerbe dem VfR Fehlheim an, während er für die Mann­schafts­wettbewerbe von Dortmund zum TTC Ruhrstadt Herne wechselte.

Tipp: Für die Zukunft ist der VfR mehr als gut aufgestellt und in der Gegen­wart wachsen den Verantwortlichen auch keine grauen Haare. Fehlheim setzt sich in der Spitzengruppe fest. Rang 2-4 ist keine Utopie.


logo tg neuss 01
TG Neuss

QTTR Team: 2188

Letzte Saison: 1. Oberliga NRW (Aufsteiger)

Zugänge: Bernd Ahrens, TTC GW Bad Hamm, Tom Mykietyn, TTC Vernich

Abgänge: Alexander Daun, SV DJK Holzbüttgen


 

Aller guten Dinge sind drei

„Wir sind die Neuen und unser Ziel ist es, zu bleiben!“ So oder so ähnlich war der überschwängliche Tenor bei der Aufstiegsfeier im April. Gerade in Neuss weiß man aber auch, dass die freigesetzte Euphorie vom Frühjahr im „harten“ Regionalligaalltag ganz schnell ihre Wirkung verlieren kann. Die beiden bisherigen Gastspiele endeten kurz und schmerzlos mit dem direkten Abstieg.

Aus den zwei Fehlversuchen erwuchs allerdings auch die Motivation, es beim nächsten Anlauf besser zu machen. Bevor es zum diesjährigen Aufstieg reichte, musste man 2016 dem TTV Ronsdorf und dem TTC Vernich und 2017 den Champions Düsseldorf und dem TTC Altena den Vortritt lassen. Die zuletzt genannten Vereine wurden nach dem Aufstieg Meister und Vizemeister, während der TTV Ronsdorf mittlerweile in die NRW-Liga durchgereicht wurde und der TTC Vernich nach dieser Spielzeit einen kapitalen Zusam­menbruch zu verkraften hatte und nun einen Neustart in der 1. Kreis­klasse wagt.

 

Willkommen im Klub!

Wir sind die Neuen in der Liga und freuen uns über zwei Neue, die mit uns das Abenteuer Regionalliga in Angriff nehmen. Für ein erstes Kurzporträt haben wir beiden einige Fragen gestellt.

 

Bernd Ahrens - das Multitalent

Zweitligaspieler, A-Lizenzinhaber, Onlinetrainer oder Tischtennis-Videopionier. Allein diese Schlagwörter reichen nicht aus, um Bernd Ahrens Leidenschaft für den Tischtennissport auch nur annähernd zu beschreiben. Er ist mit der Bundesligaspielerin Nadine Bollmeier (TuS Bad Driburg) verheiratet. Beide sind seit Februar stolze Eltern der kleinen Mara Sophie.

Der angehende Grundschullehrer wohnt in Düsseldorf und war in der letzten Saison beim TTC GW Bad Hamm in der 2. Bundesliga als Spielertrainer aktiv. Als ein Highlight bezeichnet er hier den Einzelerfolg über den ungarischen Nationalspieler Kriztian Nagy im Januar 2018. Sein Paradeschlag ist der Aufschlag. Weitere Stärken sind der ausgeprägte Kampfgeist und die langjährige Erfahrung als A-Lizenz-Trainer. Seine größten Erfolge sind die Deutsche Studentenmeisterschaft 2012, der 3. Platz bei den Westdeutschen Meis­ter­schaften 2012 und der Aufstieg in die 2. Liga 2017. Mit einem Rang­listenwert von 2232 Punkten erreichte er mit Rang 54 die höchste Platzierung in der Deutschen Rangliste. Als Saison­ziel mit der TG Neuss strebt er viel Spaß mit der Mannschaft haben und einen Platz in der oberen Tabellen­hälfte an. Seine Hobbys sind der Sport im Allgemeinen, Freunde treffen und Karten „kloppen“, vorzugsweise Doppel­­­­kopf und Skat.

 

Tom Mykietyn - das Nachwuchstalent

Noch ganz am Anfang einer vielversprechenden Tischtenniskarriere steht Tom Mykietyn. Der gebürtige Bonner ist 17 Jahre jung und lebt im Deutschen Tischtenniszentrum in Düsseldorf, wo er die Gesamtschule besucht. Zuletzt spielte er beim TTC Vernich in der Regio­­nalliga an Position 2. Tom gehört dem Nachwuchskader des Deutschen Tischtennisbundes an. Paradeschläge sind der Vorhand Topspin und der Rückhand Flip. Seine größten Erfolge sind bislang der 2. Platz beim Rang­listenturnier Top 48 der Jugend 2017, der 3. Platz bei den Euro Minichamps 2012 und der 1. Platz im Team und Einzel beim 5-Länder-Kampf. Mit Rang 2 erzielte er seine höchste Platzierung in der Deutschen Rangliste der Jugend. In die kommende Spielzeit mit der TG Neuss geht Tom mit einem gehörigen Schuss Motiva­­tion und Optimismus. „Um den Auf­stieg mitspielen!“, lautet dann auch seine offensive Zielvorgabe. Auch seine Hobbys sind Sport und Freunde treffen. Besonders wichtig ist ihm seine Familie.

 

Die Aussichten

Den Grundstein für eine erfolgreichere Zeit in der Regionalliga legte das TG-­Team bereits im vergangenen Jahr durch die Zugänge der beiden Hoch­karäter Illia Barbolin und Jochen Lang. Die Neusser „Lokalgrößen“, Michael Servaty (u.a. Zwei 9 te Plätze bei den Bundes­ranglistenfinals der Herren), Sebastian Schwarz (u. a. 3-facher Meister der 2. Bundesliga) und Ran Wei (u .a. Viertel­finalist der Chine­sischen Meisterschaf­ten im Einzel und mit dem Team) haben schon in der 2. Bundes­liga ihre Tauglichkeit für höhere Aufgaben unter Beweis gestellt. Komplettiert wird das Team um Kapitän Bernd Forelle mit den weiteren „Aufstiegshelden“ Jonas Lenzen, „Altmeister“ Guido Schmitz und Nachwuchsspieler Dejan Hoheisel.

Insgesamt ist der TG-Kader gut genug besetzt, um sich in der neuen Liga zu behaupten. Die Breite des Kaders erlaubt es Ausfälle zu kompensieren, ohne gleich chancenlos in ein Meister­schaftsspiel zu gehen. Schon in der Aufstiegssaison war die verlustfreie Rotation der Schlüssel zum Erfolg. Kann die TG an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen, ist ein Platz in der oberen Tabellenhälfte möglich. Bereits der Klassenerhalt wäre der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte!

Unser TG-Team startet mit einem Heim­­­spiel in die Saison. Das Gastspiel des Vizemeisters TTC Altena eröffnet die Serie hochklassiger Regional­liga­begegnungen an der Bergheimer Straße. Das Spiel beginnt am Samstag, 8. September um 18.30 Uhr.

Eine gute und spannende Saison wünscht allen Tischtennisfreunden

Euer TG-Tischtennisteam

 

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